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Allgemeines über Ottweiler Ottweiler, eine kleine ehemalige Kreisstadt (bis 1974) liegt im Osten des Saarlandes. Sowohl das Flüsschen Blies als auch die Bundesstraße B41 schlängeln sich durch Ottweiler hindurch. Fürth,  Mainzweiler,  Lauternbach und Steinbach zählen als Stadtteile ebenfalls zu Ottweiler und somit auch 16000 Einwohner. Zwei Grundschulen, erweiterte Realschule, Gymnasium, ein Schulmuseum und eine Musikakademie sowie Schwimmbad und Naherholungsgebiet 'Wingerts Weiher' dienen zum einen der Bildung und zum anderen der Erholung. Seit Mai 2012 gibt es noch für Mountainbiker ein Flowtrail, den “Flowtrail Ottweiler”.   Bekannt wurde Ottweiler durch das Schloss der Herren von Nassau - Saarbrücken und durch seine Altstadt mit teils sehr alten Fachwerkhäusern, die noch gut erhalten sind bzw. renoviert wurden. ARD und ZDF geben sich in dieser Altstadt - Kulisse regelmäßig ein Stell-Dich-Ein, wobei verschiedene Unterhaltungsendungen produziert werden. Auch das Ottweiler Altstadtfest, das jedes Jahr Anfang Juni stattfindet und die Altstadt bis zum Bersten mit Musik und guter Laune füllt lohnt ebenso einen Besuch wie die Kirmes in der Altstadt Anfang September.   Geschichtliches über Ottweiler Der Name der Stadt geht vermutlich auf 'ADOVILLARE', Weiler des alemannischen Ado, zurück. Zahlreiche Funde aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit deuten auf keltische und gallo-römische Bewohner hin. Bereits im Jahre 1393 wurde 'Burg und Vorburg zu Ottweiler' erstmals urkundlich genannt. Entsprechende Erzählungen aus dem Jahre 1493 lassen den Schluss zu, dass damals Stadtmauer und Türme bestanden. Im Jahre 1550 erhielt Ottweiler die Stadtrechte und ab 1552 durften hier Märkte abgehalten werden. Mauern, Tore und Türme wurden in jener Zeit erwähnt, von letzteren blieb der heutige Glockenturm der ev. Kirche am besten erhalten. Die Grundfläche des Stadtkerns innerhalb der Stadtmauer hatte eine Ausdehnung von etwa 3 ha. Die genannte Burg diente zum Schutz des Klosters Neumünster, dessen Schutzvögte die Grafen von Saarbrücken waren. Sie wurde im 16. Jahrhundert im Auftrag des Grafen Albrecht von Nassau- Saarbrücken-Ottweiler von Baumeister Christmann Strohmeyer zu einem Renaissanceschloss umbaut, das Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken 1753, angeblich wegen Baufälligkeit, abtragen liess. In den Jahren 1544-1554, 1574-1602 und 1659-1728 war die Stadt Residenz einer Nebenlinie der Grafen von Nassau-Saarbrücken und viele Jahre lang Sitz eines der vier nassauischen Oberämter. Nach Plänen des fürstlichen Baudirektors Friedrich Joachim Stengel entstanden in der Stadt an der Blies mit Pavillon, Witwenpalais und Teilen der ev. Kirche markante Beispiele barocker Baukunst. Porzellan aus Ottweiler, hier hergestellt im 18. Jahrhundert, wurde weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus bekannt. 1793 erreichten Truppen der Französischen Revolution auch Ottweiler, wo das Oberamt noch bis 1798 formell weiter bestand. In der zeit der ersten französischen Republik wurde die Stadt Verwaltungsmittelpunkt eines Kantons im Arrondissement Saarbrücken. 1814 stand sie im Mittelpunkt eines provisorischen Landkreisen von geradezu riesigen Ausmaßen mit den Kantonen Blieskastel, Lebach, Ottweiler, St. Wendel, Tholey und Waldmohr. Ab 1 Juli 1816 bauten Preußen den Kreis Ottweiler neu auf. Die lange Verwaltungstradition der Kreisstadt endete leider 1974 mit der Durchführung der Gebiets - und Verwaltungsreform im Saarland. Heute ist Ottweiler eine lebendige Wohnstadt mit 16000 Einwohnern und vielen Sehenswürdigkeiten. “Geschichtliches aus Ottweiler” aus dem Buch 'Ottweiler - 100 Jahre im Bild' von Dieter Robert Bettinger ISBN 3-923755-30-9