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Lahnwanderweg V1.2 von Aumenau nach Lahnstein 08.08.15 - 14.08.15
08.08.2015 Niederlahnstein – Nievern, 12 km Los ging es morgens zeitig mit der Bahn nach Niederlahstein sodass wir – Wanderkamerad Lothar und Ich - gegen 11:30 Uhr unsere Wanderung starten konnten. Die eigentliche letzte Etappe des Lahnwanderweges "Von der Quelle bis zur Mündung" war unsere erste Etappe, allerdings "gegen den Strich". Somit mussten wir die Ruppertsklamm – das abschließende Highlight dieser Etappe in normaler Richtung – von unten nach oben erwandern. Eine anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. Aber trotzdem ein schöner 1500m langer Anstieg über gut gesichertem Weg. Nun ging es entspannt über breite Wege oberhalb der Lahn durch Mischwald bis zu einem Aussichtspunkt mit Gipfelkreuz und schönen Blick über Fachbach und Nievern. Unserer „Basislager“, direkt an der Lahn liegend hatten wir bereits erblickt. Erste Etappe geschafft.
09.08.2015 Balduinstein – Obernhof, 20 km Mit dem Bus des Schienenersatzverkehres (SEV) ging es nach Balduinstein, Start unserer zweiten Etappe. Da uns das Ende der Etappe 16 nicht bekannt war starteten wir natürlich auf der falschen Etappe. Anstatt nach Obernhof ginge wir den Berg hoch in Richtung Limburg. Oben in  Hausen merkten wir es, der Weg schlug die falsche Richtung ein. Also nochmal runter nach Balduinstein, 100 Höhenmeter nicht ganz umsonst, die Beinmuskulatur war aufgewärmt. Nun aber in die richtige Richtung, an der Burgruine Balduinstein entlang erklommen wir wieder die Lahnhöhen. Permanent ging es Berg auf und Berg ab, eine wahrlich sportliche Angelegenheit mit fast 900 Höhenmeter. Die wunderbaren Aussichtspunkte entschädigten jedoch und luden zum Schauen und zur Rast ein. Nach den anstrengenden 20 km schmeckte das „Belohnungsbier“ auf dem Fahrgastschiff „Bad Ems“ um so besser. Eine herrlich entspannte Schifffahrt durch das Lahntal von Obernhof nach Bad Ems lies die Freude am Wandern in uns wieder wachsen.
10.08.2015 Aumenau – Limburg, 26 km Unsere heutige Etappe begann an dem Ende unserer vorjährigen Wanderung auf dem Lahnwanderweg, in Aumenau. Mit SEV und Bahn ging es gegen 10:00 Uhr los. Gemütlich und entspannt ging es die ersten Kilometer durch die Lahnauen. Nach einer sanften Steigung ging es über Wiesen und Felder, offene Landschaft mit bestem Blick über die selbige lässt das Wandererherz hoch schlagen. In Runke, mit Blick auf die Burg, machten wir an der Lahn unserer Mittagspause. Bei sommerliche Temperaturen gönnte sich Jung und Alt ein Bad in der Lahn. Meinen Füssen tat das kühle Nass ebenfalls gut. Gestärkt und erfrischt ging es weiter in Richtung Limburg. Über flache Wiesen und Felder ließ es sich trotz der sommerlichen Hitze gut wandern. Leider konnten wir ab Eschhofen nicht durch die Lahnauen bis nach Limburg wandern. Wegen Brückenneubau wurde der Weg über die L3020 umgeleitet. Wir genossen das Gehen im Schatten.
11.08.2015 Limburg – Balduinstein, 16 km Gegen 09:30 Uhr kamen wir in Limburg an. Da es heute eine kurze Etappe war schlenderten wir noch etwas durch die schmucke Altstadt von Limburg hoch zum Dom und wieder zurück zum Bahnhof, unserem Etappenstart. Entspannt ging es nach Diez und einem kurzen Abstecher zur Jugendherberge die sich in der Burg befindet. In Diez ging es hoch zu einem schmalen Pfad der an der Kante zum Lahntal vorbei läuft. Wieder runter nach Fachingen - bekannt durch sein Wasser – ging es an einem herrlich grünen Kräutergarten vorbei. Im Wald dann ging es kurz aber heftig den Berg hoch, durch den Wald und kurz vor Hausen wieder aufs offene Land. Ab Hausen den Berg runter wieder nach Balduinstein. Die Wartezeit auf den Bus des SEV verkürzten wir uns mit einem frischen Bierchen.
12.08.2015 Obernhof – Bad Ems - Nievern, 24 km Ein weitere Wanderkamerad, Nobert, kam Tags zuvor zu uns. Wir konnten also zu Dritt die heute anstehenden 850 Höhenmeter bewältigen. Mit einem letzten Blick zu Kloster Arnstein und über Obernhof ging es hoch durch den Wald, über einen felsigen durch Seile gesicherten Weg an der Kante vorbei zum Aussichtspunkt Hohe Lay. Leider war der Aussichtspunkt wegen Einsturzgefahr gesperrt. Also ging es nach einer kurzen Trinkpause den Berg runter nach Nassau. Am Denkmal des Freiherr von und zum Stein legten wir eine kleine Rast ein. Nun mussten 266 Höhenmeter überwunden werden. Eine schweißtreibende Angelegenheit bei der uns auch der Aussichtspunk Kuxlay nicht aufhalten konnte. Oben dann, irgendwo auf Baumstämmen am Wegesrand, machten wir unsere verdiente Mittagspause. Wurstbrötchen und Cola schmeckten so gut wie nie. Gestärkt ging es den Berg runter nach Dausenau. Nun wurden die letzten 200 Höhenmeter bewältigt und wir erreichten den Concordiaturm. Ab dort ging es über steinigen Weg abwärts, vorbei an einigen Aussichtspunkten und zu guter Letzt durch ein Parkhaus direkt in den Kurort Bad Ems hinein. Vorbei am feudalen Kurhaus ging es  weiter über den Radweg an der Lahn vorbei zum Ende unserer heutigen Etappe.
Abschließendes Fazit: Nun hab ich tatsächlich den ganzen Lahnwanderweg von der Quelle bis zur Mündung erwandert. Alles in allem für mich ein Weg von über 350 km, inlusive aller Etappen, Zugangswege und Irrläufer. Ein wahrlich wunderschöner Weg, abwechslungsreich und spannend. Mal locker durch die Lahnauen aber auch sehr anstrengend den Berg hoch. Beginnend an dem kleinen Quellteich im Rothaargebirge bei Hagel, Wind und Regen und endend bei sommerlich heißen Temperaturen in Nievern. Viel Wald und Berg nicht nur im Rothaargebirge und ebenso viel offene Landschaft mit Feldern und Wiesen weiter Flussabwärts. Die Möglichkeit des „Mobilen Wanderns“ war und ist eine gute Idee und funktionierte trotz des SchienenErstatzVerkehrs wegen Modernisierung der Signalanlage zwischen Lahnstein und Limburg auch super. Ist dieser Text auf meiner Website lesbar dann wird wohl diese Modernisierung  abgeschloßen sein. Gerne erinnere ich mich an diese insgesammt drei Wochen lange Wanderung. „Der Lahnwanderweg. Von der Quelle bis zur Mündung“ Ich beantworte natürlich gerne Fragen zu meinem Weg. Leider sind meine  GPS-Tracks wegen Systemwechsel in den Tiefen meines Computers verschwunden. Geblieben sind nur die Bilder der Tracks. Vielleicht tauchen sie ja wieder auf.
Zum Fotoalbum
All’ Zeit einen guten Weg und: Wo ein Weg ist, ist ein Wille! Tom