© by Tom Fuchs
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Das Vorwort zuvor. Gute   Kondition   und   entsprechende   Beine   sind   für   diesen   Weg   nötig.   Festes   Schuhwerk   ist   bei   dem   vielen Auf   und Ab   unbedingt   zu   empfehlen.   Zumal   bei   Nässe   der   Schieferfelsen   sehr   rutschig   sein   kann.   Wenn   auch   mein Pilgerstock ab und an lästig war so war ich froh das ich ihn ab und an dabei hatte. Jeder   Tag   beginnt   mit   einem Anstieg,   mehr   oder   weniger   schwer   und   endet   mit   einem Abstieg,   mehr   oder   weniger schwer. Die Beschilderung mit der Jakobsmuschel ist sehr gut. Meine Wanderkarte hätte ich nicht gebraucht. Meine   Wege   zeichnete   ich   mit   dem   NaviLock   EasyLOGGER   auf.   Und   das,      bis   auf   einige Ausreißer   zu Anfang   der einen oder anderen Etappe und trotz dicker Wolken und / oder Bäume ziemlich genau.
05.10.2009 Koblenz-Stolzenfels -> Alken (23km) Aus Boppard mit dem Bus in Stolzenfels-Kripp angekommen ging es zunächst mal einen Kilometer am Rhein vorbei in den Stadtteil Stolzenfels. Auf der linken, der Rhein abgewandten Straßenseite gab es in einem Bürger- und Informationsbüro den "Eröffnungsstempel" des Mosel-Caminos. Nach ein paar Metern ging es dann links den Berg hoch in Richtung Schloss Stolzenfels. Leider war zu meiner Zeit das Schloss wegen Renovierung geschlossen. Schon etwas auf Betriebstemperatur startet der Weg dann von der Brücke mit dem Kreuz weiter den Berg hoch, auf breiten gut ausgebauten Wegen durch den herbstlichen Wald bis zum Merkurtempel. Ab dem Tempel ging es dann ebenerdig bis nach Waldesch. Kaum aus dem Wald heraus sah ich dann gegenüber den Sendeturm des SWR. Ein imposanter Turm und ein imposantes Bild, wenn die Turmmitte in Wolken gehüllt ist. Weiter dann an Waldesch vorbei durch Hünenfeld, am Sendeturm vorbei durch Naßheck in Richtung A61. Sie wurde überquert und es ging direkt an der Raststätte Mosel vorbei wieder in den Wald hinein leicht bergab bis nach Alken . Einen Abstecher zur Wallfahrtskirche Bleidenberg lohnt sich. Die Kirche selbst mit ihrem mächtigen Mauerwerk im innern, herrlicher Blick zur Burg Thurant und zum Moseltal und ein spannender "Kreuzweg" durch den Weinberg hinab nach Alken. Natürlich gibt es auch einen weniger schweren Fußweg nach Alken hinunter der  etwas länger ist. Die erste Etappe des Mosel-Camino war “im Kasten” 06.10.2009 Alken -> Treis-Karden (19km) Von Alken über die Moselbrücke zum Löfer Bahnhof war es nicht weit. Dort traf ich mich mit einem ebenfalls wanderbegeisterten Freund. Zu zweit ging es dann an den Gleisen vorbei nach Hatzenport. Sehr laut wenn ein Zug vorbei rast. Durch den Ort hindurch und wieder hoch auf den Moselhöhenweg. Vorbei am "Küppchen", einem Startplatz für Drachenflieger, von dem es auch einen schönen Blick in das Moseltal und über den Ort Burgen gegenüber gibt. Dann ging es weiter über gute Wiesen- und Waldwege und wieder hinunter zur Burg Eltz. Eine gute Gelegenheit zu einer Rast bei Kaffee und Kuchen oder einem Bierchen. Weiter ging es über den Eltzbach und dann steil den Berg hoch wieder zum Moselhöhenweg. Kurz vor Treis-Karden ging es wieder steil auf dem teilweise schmalen Buchsbaum-Wanderweg den Berg hinunter durch den beeindruckenden Buchsbaumwald. Von Karden ging es über die Moselbrücke nach Treis und wir waren am Ziel. Eine kurze, nicht immer leichte Tagesetappe war in angenehmer Begleitung beendet. 07.10.2009 Treis-Karden -> Bullay (26km) Die Königsetappe stand bevor. Durch den Ort ging es ebenerdig zur Wildburgmühle und dann vorbei an der Burg Treis stetig Berg auf. Ein langer, teilweise steiler Weg auf rutschigem Untergrund der einfach nicht enden will. Als der Höhenweg dann endlich erreicht war ging es um so einfacher über einen breiten Waldweg bis zum Abzweig Beurenhof. Auf asphaltiertem Weg führt der Weg weiter bis zu einem Hinweisschild das den Weg zum Kloster Maria Engelport zeigt. Der Weg schlängelte sich wieder Berg ab bis zum Kloster. Eine Schutzhütte am Leidensweg Christi bei dem Kloster lädt zur Rast ein. Weiter ging es mitten durch die Klosteranlage bis in den Wald hinein. Im Wald ging es auf teilweise abenteuerlichem Pfad wieder den Berg hoch bis zur Kreisstraße 36. Von dort ging es weiter auf dem Moselhöhenweg und wieder auf langem Weg hinunter bis nach Beilstein. Der Weg führte direkt an der Kirche vorbei gerade Wegs durch einen Biergarten(!). Über die Klostertreppe führte der Weg weiter nach unten in den Ortskern mit vielen schmalen Gassen und schmucken Fachwerkhäusern. Jetzt folgte der unangenehme Teil dieser Etappe. Es ging ein gutes Stück auf der Kreisstraße 42 weiter. Hier sollte man konzentriert gehen und auf den Verkehr achten. Nach ein paar Kilometern führte der Weg dann nach rechts in den Wald und wieder den Berg hinauf zur L200. Über die L200 und L98 bog ich dann an einer Schutzhütte nach links in einen Wiesenweg ab. Die L98  kreuzte ich und weiter ging es auf Asphalt vorbei an einer kleinen Kapelle (Lindenhäuschen). Ebenerdig weiter bis zu einer Kreuzung und in den Wald hinein ("M-C" auf den Weg gemalt). Durch den Wald auf gutem Weg bis rechts nach Bullay (Hinweisschild) abgebogen wurde. Jetzt führte der Weg  stetig und sehr lange durch den Wald bergab über teilweise rutschige Wege bis nach Bullay. Eine anstrengende Etappe war beendet. 08.10.2009 Bullay -> Traben-Trarbach (25 km) In Bullay stellt man sich an den Fähranleger und die Fähre kommt. Übergesetzt wird nach Alf. Auf dem Moselhöhenweg verläuft der Weg Berg auf und oben dann durch den Wald vorbei am Prinzenkopf bis zur Marienburg. Ab Marienburg ging es wieder sanft Berg ab hinunter zur B53. An der kleinen Engelskapelle besteht die Möglichkeit zum einen die Straße zu überqueren und auf dem Radweg nach Kaimt und dort per Fußgängerbrücke nach Zell die Mosel zu überqueren. Zum zweiten, mein Weg, durch den Weinberg parallel zur B53 bis zur Kreisstraße 56 und dann dort über die Brücke auf die andere Moselseite. Auf diesem Weg ist weniger Tourismus aber um so mehr Ruhe. Weiter in Richtung Notenau und dann zur Wassertretanlage. Man kann sich beruhigt an die Beschilderung mit der Muschel halten. Nun stand meiner Erfahrung nach das steilste und schwierigste Stück des ganzen Mosel-Caminos bevor. Es ging gerade Wegs direkt den Berg steil hoch. Ich dachte mehrmals "endlich oben" aber nein, als noch hinauf. Über schmale, rutschige und steinige Trampelpfade und Hügelgrade. Irgend wann kam ich dann oben an einer Schutzhütte an. Endlich geschafft. Ebenerdig ging es weiter zum Bummkopf. Die Kreisstraße 52 wurde überquert und über Wiesen führt der Weg in den Wald hinein und dann stetig Berg ab auf einem ewig langen Weg hinunter nach Enkirch. Hier sollte man sich eine Pause gönnen. Der Weg führte weiter an der Kirche vorbei und dann wiederum sehr steil, teilweise über gewöhnungsbedürftige Stufen weil “uralt” den Weinberg hinauf zum Aussichtspunkt Rottenblick. Von dort weiter nicht mehr gerade so steil, teilweise über die L192, zur Ruine der Starkenburg und weiter zum Ort Starkenburg. Nun ging es stetig bergab bis nach Traben-Trarbach, dem Ziel dieser 4. Etappe. Das Abendessen und ein paar Bierchen genoss ich in der Jugendherberge entspannt und in aller Gemütlichkeit. 09.10.2009 Traben-Trarbach -> Osann-Monzel (24 km) Wieder fit ging es weiter. Mein Weg führte mich von der JH wieder runter zur Moselbrücke und nach Trarbach. Weiter durch den Ort und auf teilweise steilem Weg durch den Weinberg und Wald hoch bis auf den Berg zum Wanderparkplatz und zum Abzweig "Graacher Schanzen 0,5 km". Ein an einer Wegkreuzung aufgestelltes Hinweisschild "Graacher Schanzen 2 km" sollte man ignorieren. Ich erlag diesem Hinweis und mein Weg wurde um ca. 3 km verlängert. Ein Abstecher zu den Graacher Schanzen lohnt sich meiner Meinung nicht. Das ganze Areal liegt mittlerweile in einem Wald so dass man überhaupt keinen Überblick bekommt. Man sieht zwar die  Erdwälle und Laufwege auf denen sich allerdings Bäume angesiedelt haben. Die Natur hat es sich zurück genommen. Ab dem Wanderparkplatz ging es stetig wieder Berg ab durch den Weinberg bis hinunter nach Bernkastel-Kues.  Der schmucke Ort lädt zu einer Rast ein. Nun ging es tellerflach auf dem Radweg an der Mosel vorbei bis nach Lieser. Vorbei an dem Lieser Schloss bis zur L47. Sie wurde überquert und in Serpentinen ging es den Weinberg hinauf zum Moselhöhenweg. Auf diesem ging es mit herrlicher Aussicht weiter bis Osann-Monzel.
10.10.2009 Osann-Monzel -> Klüsserath (15 km) Auf   Grund   der   gestrigen   Weinprobe   ;-)   entschied   ich   mich   die   Schleife   nach   Klausen   aus   zu   lassen   um   so   den Weg um 6 km zu verkürzen. Es seih mir verziehen. Deshalb   gab   es   bei   dieser   Etappe   nur   eins:   Den   Berg   hoch   und   ab   nach   Klüsserath.   Es   ging   über   gute   Wald-   und Wiesenwege    ziemlich    flott    voran,    allerdings    ohne    große    sinnliche    Reize,    ausgenommen    natürlich    ein    paar Aussichtspunkte.
11.10.2009 Klüsserath -> Schweich (19 km) Wieder guter Dinge ging es an diesem Morgen zuerst über die Salm und dann über einen Kreuzweg wieder den Berg hoch, vorbei an der Marienkapelle, weiter über den Moselhöhenweg bis zur L48. Nach ein paar 100 Metern über die Straße ging es rechts in den Wald und wieder Berg auf. Oben weiter durch die Weinberge über angenehme Wege mit schönem Weitblick, vorbei am Zitronenkreuz und über Wiesenwege vorbei am Landwehrkreuz. Weiter durch den  Wald und dann an der Grenze zwischen Wald und Weinberg weiter bis zu einer großen Schutzhütte mit Feuerstelle. Ab dort ging es wieder Berg ab nach Schweich, dem Zielort dieser Etappe. 12.10.2009 Schweich -> Trier (22 km) Die letzte Etappe stand bevor. Blauer Himmel, Sonnenschein, so kann es bleiben. Zunächst ging es leicht ansteigend aus dem Ort hinaus über die Bahngleise und unter der L47 in Richtung Wald. Am Wald biegt der Weg links ab. Zum Heilbrunnen geht es in den Wald hinein und vor dem Parkplatz nach rechts an 14 Kreuzwegstationen vorbei zum Heilbrunnen. Wieder zurück zum Waldanfang ging es dann zum Fortsamt Quint. Ein Stück über die Straße und dann nach rechts den Wald hinauf bis zur Ehranger Heide. Hier führt der Weg vermutlich links hinter der großen Holztafel vorbei. Etwas irritiert, da kein Hinweisschild zu sehen war, ging ich jedoch über die Straße weiter. An einer Sportanlage hielt ich mich links und traf so wieder auf den rechten Weg. Dann ging es wieder bergab nach Quint, vorbei an der Kirche, durch den Ort, über die Kyll und den Bahngleisen. Hier führte der Weg entgegen der Buchbeschreibung nach links weiter über die B53, unter der B52 hindurch und dann wird  rechts zu einer Kirche abgebogen. Ab hier begann dann wieder der Aufstieg hoch zum Moselhöhenweg. Weiter auf der Höhe durch den Wald ging es nach ein paar Kilometer wieder ins Moseltal nach Biewer. Der Weg führte vorbei an der Pfarrkirche St. Jakobus und dann einige Meter auf dem Jakobsweg Trier - Metz. Nun folgte der unangenehmere Teil des Weges. Es ging fortwährend bis zum Ende des Weges über Asphalt. An der Mosel vorbei sollte man die Unterführung kurz vor der Kaiser-Wilhelm-Brücke  nicht verpassen. Sie führt auf die andere Straßenseite und somit zur Brücke. Nun ging es auf der anderen Moselseite weiter, vorbei an den beiden alten Kränen und der Römerbrücke bis zur Konrad-Adenauer-Brücke. Ich überquerte die Matthiasstraße und war am Ziel, der Basilika St. Matthias. Es ist mal wieder vollbracht und beendet. Den abschließenden Stempel bekam ich in dem "Andenkenladen". Weiter ging es durch die schöne Fußgängerzone auf der Suche nach Kaffee und Kuchen. Ich wurde auch fündig. Wieder gestärkt zum Bahnhof und mit viel Freude wieder nach Hause. Und hier geht es zu den Bildern